Dienstag, 31. Dezember 2013

my two thousand and thirteen


Wie ihr bereits bemerkt habt, gibt es momentan geradezu eine Welle an Jahresrückblicken, und auch ich möchte euch so einen nicht vorenthalten. Zwar gibt es diesen Blog noch nicht allzu lange, was mich jedoch nicht daran hindert, euch an meinen Erlebnissen aus diesem Jahr teilhaben zu lassen.
Zuerst möchte ich jedoch noch ein paar Worte zum Layout verlieren, was sich offensichtlich etwas verändert hat. Ich hatte mich einfach an den Fotos satt gesehen und verspürte den unglaublichen Drang nach Veränderung. Allerdings taugt mir der momentane Header auch nicht so richtig. Ich werde mich demnächst mal mit einem neuen Layout auseinandersetzen, da ich augenblicklich einfach nicht mal ansatzweise damit zufrieden bin. Im Moment schreit einfach alles in meinem Leben nach Veränderung.
  

 Winter & Frühling
Begonnen hat das Jahr eigentlich mit Alltagstrott. Während ich 2012 erst in die Oberstufe eingestiegen bin und alles neu war, hatte sich mit dem neuen Jahr schon ein neuer Alltag eingestellt und jeder Tag verlief wie der andere. Im Frühjahr passierte demnach nicht besonders viel. Unter der Woche hatte mich die Schule fest im Griff. Das Wochenende habe ich hingegen immer mit meinen Freunden verbracht. Party, Kino oder einfach nur Quatschen. Ausgleich! Dringend benötigter Ausgleich!


Sommer
Der Sommer hingegen war wohl der Sommer meines Lebens. Ich hatte mir vorgenommen, mehr mit meinen Freunden zu unternehmen, einfach Zeit mit ihnen zu verbringen. Und was soll ich sagen - genau das ist passiert. Ich bin stolz, dass ich diesen einzigen Vorsatz in die Tat umgesetzt habe. Und ich bin stolz, solche besonderen Menschen meine Freunde nennen zu dürfen. In den Jahren zuvor sind viele meiner Freundschaften zerbrochen. Entweder aufgrund von persönlichen Konflikten oder einfach weil wir uns auseinandergelebt, aus den Augen verloren hatten und der Kontakt zunehmend weniger geworden war. Mit dem Eintritt in die Oberstufe habe ich aber viele dieser ehemaligen Freunde wieder gefunden und wir stehen uns nun näher als je zuvor. Gleichzeitig sind aber Leute, die zuvor nur flüchtige Bekannte waren, zu guten Freunden geworden, welche ich nicht mehr missen möchte. Ich war diesen Sommer so oft im Freibad wie noch nie zuvor, war jedes Wochenende mit meinen Freunden auf Festen und fühlte mich so frei, unbeschwert und jung wie schon lange nicht mehr. Es war ein schönes Gefühl, Personen um sich zu haben, die einen mögen, für die man wichtig ist und auf die man sich verlassen kann. Ich habe neue Erfahrungen gemacht und mich selbst besser kennen gelernt. Ich war in Kroatien und habe eine unfassbar schöne Woche in Spanien verbracht. Alles in allem ein absolut bombastischer Sommer.
Probleme gab es dann jedoch erst, als in meinem Freundeskreis Freundschaft mit Liebe verwechselt wurde. Von heute auf morgen befand ich mich also in einer äußerst schwierigen Situation. Natürlich wollte ich niemanden verletzen, der mir Nahe stand. Stand. Nicht steht. Denn dadurch ist eine Freundschaft zerbrochen, die es so lange eigentlich noch gar nicht gab. Jetzt gibt es sie überhaupt nicht mehr. Jeden Tag laufen wir uns in der Schule über den Weg, beachten uns jedoch kaum mehr. So hatte ich das nicht beabsichtigt. Ich hatte gedacht, einen guten Freund gefunden zu haben. Tja, falsch gedacht.


Herbst
Mit dem Ende dieser unbeschwerten Zeit und meiner letzten Sommerferien kam schließlich auch der Herbst. Der Herbst war mehr als anstrengend. Die Schule erschöpfte mich extrem und ich war nur noch ausgelaugt. Der Druck nahm mit jedem Tag, den das Abitur näher rückte, zu und ich war kurz davor, darunter zusammenzubrechen. Ich verbrachte die Schultage eigentlich nur noch damit, dem Wochenende entgegen zu fiebern. Diese waren dann immer vollgepackt mit Party. Die ganzen Sorgen und Probleme für ein paar Stunden vergessen. Auch wenn es garantiert nicht besonders gesund für mich war, zu diesem Zeitpunkt brauchte ich diese paar unbeschwerten Momente einfach, um durch die anstrengende nächste Woche zu kommen. Der ganze Stress hatte jedoch auch eine positive Seite. Durch das viele Weggehen habe ich aber auch andere bereits bestehende Freundschaften vertieft. Und zwar nicht mit Personen, die ich tagtäglich in der Schule sehe, sondern mit Leuten, die mich nur "privat" kennen und nicht "beruflich" (also aus der Schule). Zwar sehe ich diese meist nur am Wochenende, aber es ist einfach schön, jemanden zu haben, mit dem man sich nur über Persönliches unterhalten und somit den Schulstress einfach mal hinter sich lassen kann. Und ich muss sagen, ich liebe diese Menschen. Ich hätte mir nie erträumen lassen, dass ich diesen Personen, die ich doch eigentlich teilweise schon jahrelang kenne, einmal so nahe stehen würde. Aber jetzt könnte ich mir ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen, weil ich mit ihnen einfach unbeschwert und fröhlich sein kann. Mit ihnen fühle ich mich jung, mache Fehler, bereue sie, mache dieselben Fehler noch mal, bis ich schließlich daraus lerne.
In dieser Zeit ist auch eine besondere Person in mein Leben getreten, die auf die Schnelle einen Platz in meinem Herz erobert hatte und noch immer meine Gedanken und Gefühle beherrscht. Ich war in diesen paar Wochen glücklicher als jemals zuvor. War. Jetzt bin ich es nicht mehr. Innerhalb kürzester Zeit ist alles aus mir unbekannten Gründen zusammengebrochen - inklusive meines Herzens. Jetzt wäre es an der Zeit gewesen zu vergessen. Vergessen. Ja, wäre das doch nur so einfach.


Winter
Jetzt ist Winter. Vergessen habe ich noch immer nicht. Verarbeitet ebenso nicht. Ich wünschte es wäre so, aber die Spuren sind tief. Es wird wohl noch einige Höhen und Tiefen, einige Stürme, Streitereien und Konflikte brauchen, bis sie verwischt sind. Falls das jemals der Fall sein wird. Ich wünsche es mir auf jeden Fall, denn so kann es nicht weiter gehen. Traurig, unglücklich, einsam, zerrissen und unkonzentriert - so fühle ich mich im Moment. Wer weiß, ob nicht diese Unkonzentriertheit zu meinem Unfall geführt hat, der mich im schlechtesten Fall sogar das Leben hätte kosten können. Ich war zwar vollkommen unschuldig daran, aber irgendwie passt dieses Ereignis gerade in meine aktuelle Situation. In diesen Augenblicken wünsche ich mir den Sommer zurück. Als noch alles gut war. Als ich noch glücklich war.


Jetzt beginnt schon wieder ein neues Jahr. Das alte ist geradezu an uns vorbeigerast. Und der einzige Vorsatz, mit dem ich in dieses neue Jahr trete, lautet: GLÜCKLICH SEIN!
Ich will endlich wieder glücklich sein. Ich weiß, dass mich mehr Stress als je zuvor erwartet. Das Abitur muss gemeistert werden. Ich muss Entscheidungen treffen, die mein ganzes Leben beeinflussen. Was studiere ich? Wo? Aber darüber hinaus darf ich mich nicht vergessen. Hin und wieder brauche ich eine Auszeit. Zusammen mit meinen Freunden will ich mir diese Auszeit nehmen. Ich muss mich selbst finden und akzeptieren, selbst wenn das einiges Veränderungen mit sich bringt. Dinge, die meine Laune in den Keller ziehen, sollte ich einfach hinter mir lassen, und mich stattdessen auf die Sachen konzentrieren, dir mir ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Nur so kann ich glücklich werden. Glücklich - ein so kleines Wort mit einer so großen Bedeutung.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr. Feier schön, lasst es euch gut gehen, ballert, was das Zeug hält und habt eine schöne Zeit. Ich werde mit ein paar Freundinnen Raclette machen und es wird garantiert ein lustiger Abend.
Wir sehen uns im neuen Jahr. <3

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